Gewerbliche Nutzung von Bestandsobjekten – BAUMANN Ingenieur-Consulting GmbH

Verfasst am 04.03.2015 von blogadministrator

In Österreich gibt es unzählige Gebäude die leer stehen, verfallen und die Landschaft verschandeln. Parallel dazu beschweren wir uns über steigenden Landschaftsverbrauch durch Neubauten.

Im Rahmen unserer Aufträge haben wir es immer wieder mit Gewerbetreibenden zu tun, die leer stehende Gebäude kaufen oder anmieten und dann mit den Behörden über die Nutzungsmöglichkeiten kämpfen.

Teils übertriebene Behördenforderungen und starre gesetzliche Regelungen und unterschiedliche Masse in AStV und Baugesetzen/OIB verhindern die geplante Nutzung oder verteuern sie bis zur wirtschaftlichen Undurchführbarkeit.

Für die Umnutzung eines ehemaligen Bauernhauses zum Wohn- und Bürogebäude ist z.B. eine zusätzliche Stiege erforderlich, da die bestehende Stiege zu schmal und zu steil ist. Mehrkosten ca. Euro 40.000,– ! Verlorener Nutzraum – und damit fehlende Mieteinnahmen – ca. 40 m².

Trotz der Notwendigkeit künstlicher Beleuchtung für die Arbeiten wird eine natürliche Belichtung von 10% gefordert, die keine Verbesserung der Lichtverhältnisse für die Arbeit bringt. Neben den Mehrkosten wird das optische und historische Erscheinungsbild des Bauernhauses wesentlich verschlechtert.

Durch Gespräche mit den Behörden konnten durch die BAUMANN Ingenieur-Consulting GmbH viele der Forderungen reduziert und Vorschläge für von beiden Seiten akzeptierbare Anpassungen gemacht werden.

Die gesetzlichen Regelungen lassen derzeit nur wenig Spielraum für Ausnahmen. Selbst die Umnutzung von bisherigen Lagerräumen zu Produktionsräumen ist teils mit hohen Kosten verbunden. Bereits eine nicht entsprechende Widmung kann das geplante Vorhaben verhindern.

So verhinderte die falsche Widmung einer bestehenden Lagerhalle etwa die geplante Nutzung für Produktionszwecke, da die Widmung auf Grund der Wohnbebauung in der Nachbarschaft nicht geändert werden konnte.

Wir können Gewerbetreibenden, die Bestandsbauten einer geänderten Nutzung zuführen wollen nur dringend raten, rechtzeitig vor der Umsetzung oder Vertragsunterzeichnung Kontakt mit Planern aufzunehmen, die ausreichende Erfahrung mit gewerblichen Nutzungen und der Arbeitsstätten-Verordnung haben.

Die Beratungs- und Planungskosten rechnen sich vielfach, denn sie ersparen unnötig teure Umbauten und Ärger mit den Behörden und ermöglichen teilweise überhaupt erst eine Genehmigung und rechtskonforme Nutzung.